Zuletzt aktualisiert 02. Februar 2024 |
11 Kommentare
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Besuch FLUGT - Dänemarks Internationales Museum der Flucht
FLUGT – Refugee Museum of Denmark – Foto: BIG (Bjarke Ingels Group)
Sobald du das Museum betrittst, erlebst du die Geschichten der Flüchtlinge hautnah. 1945 wurde in Aal Plantage in Oksbøl das größte Flüchtlingslager Dänemarks errichtet, das zu seiner größten Zeit etwa 35.000 Flüchtlinge beherbergte. Damals wurde auch ein Flüchtlingskrankenhaus gebaut, das heute den Rahmen für das Museum FLUGT bildet.
FLUGT – Refugee Museum of Denmark ist das erste Museum der Welt, das die Geschichten der vielen Flüchtlinge erzählt. Du erfährst von den 250.000 deutschen Zivilisten, die am Ende des Zweiten Weltkriegs die Grenze zwischen Dänemark und Deutschland überquert haben, aber auch von den Flüchtlingsgeschichten der letzten hundert Jahre. All diese Geschichten werden in spannenden und zum Nachdenken anregenden Ausstellungen, auf dem Audiowalk in der Plantage und in den laufenden Sonderausstellungen erzählt.
Das Museum wurde vom weltweit renommierten Architekturbüro BIG – Bjarke Ingels Group – entworfen und ist, mit einem 500 m2 großem Neubau aus Cortenstahl, der die beiden ehemaligen Lagergebäude verbindet, Architektur in einer Klasse für sich.
So bekommst du einen Rabatt bei FLUGT
Als Gast in einem Esmark Ferienhaus erhältst du 20% Rabatt auf das Tagesticket für das FLUGT.
Bei der Ankunft im Museum musst du deinen Esmark-Ferienhausschlüssel vorzeigen, um den Rabatt zu erhalten.
PS. Mit der Tagekarten hast du den ganzen Tag Eintritt – solange du dein Armband trägst. Bitte beachte, dass die Armbänder jeden Tag eine neue Farbe haben.
PSST. Kinder unter 18 Jahren in Begleitung eines Erwachsenen freier Eintritt ins FLUGT.
Ihr könnt das Museum mit der ganzen Familie besuchen, seid euch aber bewusst, dass die Ausstellungen bedrückende Bilder enthalten – wir empfehlen daher, dass Kinder von einem Erwachsenen durch das Museum begleitet werden.
Wenn du eine Pause brauchst, kannst du einen Kaffee oder ein leckeres Mittagessen im schönen Café genießen – oder bei schönem Wetter draußen unter den Sonnenschirmen.
Im Lager Oksbøl waren bis zu 35.000 Flüchtlinge untergebracht
Ende des Zweiten Weltkrieges flüchteten tausende an deutsche Zivilisten in das besetzte Dänemark. Das Vordringen der Roten Armee in den letzten Kriegsmonaten vertrieb Millionen von Deutschen aus ihrer Heimat, über 250.000 Flüchtlinge kamen nach Dänemark.

Flüchtlingslager Oksbøl. Foto: Blåvandshuk Lokalhistoriske Arkiv
Taucht ein in die Geschichte des Flüchtlingslagers in Oksbøl. Anhand von eindrucksvollen Geschichten, Bildern und Artefakten erfahrt ihr mehr über das Leben im Lager von Oksbøl – der fünftgrößten Stadt Dänemarks. 1945 wurde Dänemarks größtes Flüchtlingslager in der Aal Plantage im westjütländischen Oksbøl errichtet. Das Barackenlager Oksbøl verfügte über eine eigene Verwaltung mit Bürgermeister, Lagerpolizei, Schulen und einem kleinen Theater und beherbergte auf seinem Höhepunkt etwa 35.000 Flüchtlinge, damit war Oskbøl fünf Jahre lang die fünftgrößte Stadt Dänemarks.
Hier bekommt ihr einen Einblick in das Leben jenseits des Stacheldrahts. Das Leben in der Stadt war von der Erfahrung der Flucht und der Ungewissheit über die Zukunft geprägt. Aber es gab eine Stadtverwaltung, ein Kino und eine Schule, die alle dazu beitrugen, den Menschen, deren Leben entwurzelt worden war, Inhalt und Ermutigung zu geben.

Erkundet den Außenbereich des Museums
Schnappt euch ein Paar Kopfhörer und erkundet die Flüchtlings Geschichten im Außenbereich des Museums weiter. Hier werdet ihr auf eine geführte Tour durch die vielen ursprünglichen Wege und Straßen des ehemaligen Flüchtlingslagers mitgenommen. Die Route führt durch die alte Hauptstraße des Lagers, durch die Lagerküche, die Werkstatt und die Schule des Lagers. Im Theater von Oxbøl 1946 werdet ihr von den Theaterdirektoren begrüßt.Direkt neben dem Museum befindet sich der Flüchtlingsfriedhof, den ihr ebenfalls besuchen könnt. Die deutschen Flüchtlinge, die in Dänemark ankamen, waren sehr stark von der harten Flucht gezeichnet, und als Folge der Flucht und der Krankheiten war die Sterblichkeitsrate in der Folgezeit recht hoch. 1796 deutsche Flüchtlinge wurden hier auf dem Friedhof begraben.

FLUGT widmet sich den Flüchtlingen und ihren Schicksalen
Das Museum FLUGT widmet sich einer der schwersten und kontroversen Themen unserer Zeit und hat es sich zum Ziel gesetzt, das Leben der Flüchtlinge zu veranschaulichen, mit ihren Träumen, ihren Familien und ihrer Zukunft. Die Museumsbesucher, die die Ausstellungen durchwandern, begeben sich selbst auf eine Reise: Die von Krieg und Flucht, über etwaige Sicherheit, einem neuen Alltag bis hin zu einer am Ende vielleicht neuen Heimat erzählt.
„Mit dem Museum FLUGT möchten wir die – für viele – unbekannte Geschichte des größten Flüchtlingsstroms erzählen, den Dänemark je erlebt hat. Zugleich aber auch die Geschichte der vielen Flüchtlinge, die während der Nachkriegszeit zu uns ins Land gekommen sind. Im Museum FLUGT sollen aus Zahlen Menschen werden. Wir wollen die universellen Problematiken, Gefühle und vielen Nuancen darstellen, die mit dem Leben auf der Flucht verbunden sind. Gestern wie heute.“ Claus Kjeld Jensen, Museumsleiter
Welche Menschen verbergen sich hinter Schlagzeilen und Zahlen?
In den Nachrichten, in den sozialen Medien und überall sonst sehen wir viele große Zahlen und Schlagzeilen über die vielen Flüchtlinge – dem Museum ist es gelungen, dies hervorzuheben. Die Ausstellung “Flüchtlinge aus allen Zeiten” widmet sich der Geschichte eines jeden Einzelnen. Durch die Geschichten von Flüchtlingen aus Deutschland, Ungarn, Vietnam, Afghanistan und Syrien macht die Ausstellung aus Zahlen Menschen. Diese Menschen erzählen von den universellen Erfahrungen, Gedanken und Gefühlen, die mit dem Dasein eines Menschen auf der Flucht verbunden sind.
Mit Hilfe von interaktiven Elementen wie Film, Ton und Objekten lernt ihr die Menschen kennen, die sich von ihrer sicheren Umgebung und allem, was sie kennen und lieben, verabschieden mussten und auf der Flucht sind. Man wird mitgenommen auf ihre Flucht bis zu ihrer Ankunft in Dänemark, in den Traum von einer neuen Zukunft, einer möglichen Heimat, aber auch mit viel Ungewissheit und viel Sehnsucht.

Es führt die Besucher durch die Ausstellungsräume, hinaus zum Oksbøl Flüchtlingsfriedhof und am Ende hinein in die weitläufige Plantage. Das Museum FLUGT möchte Erfahrungen wie Erzählungen vermitteln – von Hoffnungen und Träumen, Verstehen und Verständnis, vor allem aber der Versöhnung zwischen Nationen. Weil unsere gemeinsame Geschichte wichtig ist und wichtig bleibt.
Trägerorganisation des Museums FLUGT
Vardemuseerne, Trägerorganisation des Museums FLUGT, gründete im Jahr 2019 ein dänisches Netzwerk für Museen, die sich mit der Geschichte der deutschen Flüchtlinge befassen.
Im Jahr 2017 eröffnete Vardemuseerne die internationale Museumsattraktion Tirpitz im dänischen Blåvand, die ebenfalls von BIG – Bjarke Ingels Group – entworfen wurde und bereits über 1 Million Besucher verzeichnet.
FLUGT wird auch von der Bundesrepublik Deutschland gefördert
Das Schicksal der 250.000 deutschen Zivilisten, die am Ende des Zweiten Weltkrieges nach Dänemark flüchteten, ist ein wichtiger Teil der Geschichte Dänemarks. Zugleich aber gehört diese Vergangenheit zur deutschen und europäischen Geschichte.
Der Flüchtlingsfriedhof in Oksbøl wird jährlich von bis zu 20.000 Nachfahren deutscher Flüchtlinge besucht. Vor diesem Hintergrund hat die Bundesrepublik Deutschland eine außerordentliche Summe von € 1,33 Mio. für die Errichtung des Museums FLUGT bewilligt. Hinzu kommen € 100.000, die das Bundesland Schleswig-Holstein bereitstellt.
FLUGT kooperiert außerdem mit mehreren deutschen Organisationen, darunter die Stiftung Flucht Vertreibung Versöhnung (SFVV) in Berlin, dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge in Kassel wie nicht zuletzt der Deutschen Botschaft in Kopenhagen sowie der Dänischen Botschaft in Berlin.
Königin Margrethe II. weiht das Museum FLUGT in Oksbøl ein
Am Samstag, den 25. Juni 2022, wird Königin Margrethe II. von Dänemark, der Vizekanzler von Deutschland, Robert Habeck das neue Museum FLUGT – Refugee Museum of Denmark, im dänischen Oksbøl an der südwestjütländischen Westküste einweihen. Mit anwesend sind auch der Minister für Inneres und Wohnungsbau Christian Rabjerg Madsen und der Minister für Einwanderung und Integration Kaare Dybvad Bek.

FLUGT – Refugee Museum of Denmark
Am Mittwoch, dem 29. Juni 2022, wurde das neue Museum FLUGT in Oksbøl eröffnet, dem Ort, an dem 1945-49 das größte Flüchtlingslager Dänemarks stand. Wie das Tirpitz-Museum in Blåvand wurde auch das FLUGT-Museum von Architekturbüro BIG entworfen.
Taucht in die Geschichte der deutschen Zivilbevölkerung ein, die am Ende des Zweiten Weltkriegs floh und im unbekannten Dänemark und in Flüchtlingslagern landete, wie hier in der Aal Plantage in Oksbøl.
Das Museum erzählt nicht nur die Geschichte der deutschen Flüchtlinge aus dem Zweiten Weltkrieg, sondern auch die Geschichte der Flüchtlingsströme, die Dänemark in den letzten hundert Jahren heimgesucht haben. Ihr werdet einige der Menschen kennenlernen, die hinter den großen Zahlen und Statistiken stehen, die wir in den Medien sehen.
Adresse
Præstegårdsvej 21
DK-6840 Oksbøl
Website:
flugtmuseum.dk
Quellen: FLUGT – Refugee Museum of Denmark, Vardemuseerne, Blåvandshuk Lokalhistoriske Arkiv, BIG – Bjarke Ingels Group.
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