Ein bisschen schaurig… Wahr oder falsch?

Diesen Ort kennen nur wenige unserer Gäste und doch fahren täglich sehr Viele fast direkt daran vorbei. Unscheinbar im Wald versteckt finden sich Spuren einer alten Kirche, deren Geschichte bereits bis in das Jahr 1753 zurück zu verfolgen ist. Das Land an der Küste war nur kläglich mit Bäumen bewachsen und immer wieder suchten große mengen Flugsand die kleine Kirche mit den umliegenden Gräbern heim. 1891 musste die Bevölkerung den Kampf gegen die Sandmassen aufgeben und die Kirche wurde abgerissen. Noch heute kann man die Umrisse der alten Kirche, eine der letzten Reetdachkirchen Dänemarks, erkennen. Auch viele alte Gräber befinden sich noch immer auf dem Gelände, darunter unter anderem die Gräber von 26 Einwohnern, die 1843 bei einer tragischen Schiffsrettung an der Küste ums Leben gekommen sind.

Das Geld und Material war damals knapp in der Gemeinde und es fehlte an Mitteln für eine eigene Kirchenglocke. Glück im Unglück war es, dass bei einer Strandung die Schiffsglocke erhalten blieb und als Kirchenglocke eine neue Verwendung fand. Sie ist noch heute auf dem Gelände zu sehen und auch wenn sie nicht mehr intakt ist, gibt es Gerüchte, dass man sie in den dunklen Tagen durch den Wald Schlagen hört.

Einige Gäste, die das Gelände besucht haben, berichten davon, dass die Bäume trotz Windstille urplötzlich anfangen, sich zu bewegen, und für einen kurzen Moment hatten sie das Gefühl, nicht ganz allein zu sein. Auch unserem Fotografen ist beim Durchsehen der Bilder etwas seltsames aufgefallen.

……🎃 Happy Halloween 🎃 😉

Nachtrag:

Ich war zu Besuch bei der „Oksby Gamle Kirke“ in der Oksby Klitplantage. Das Gelände mit den Umrissen der Kirche und den alten Gräbern befindet sich einige Kilometer vor Blåvand, unweit der Hauptstrasse. Der schaurige Teil war natürlich nur frei erfunden, den Ort mit seiner Geschichte und auch die alte Glocke gibt es jedoch wirklich und ist einen Ausflug wert. Man muss dort aber keine Angst haben 🙂 Bitte bleibt auf dem geschotterten Hauptweg, da sich viele Gräber auf dem Gelände befinden die nicht mehr ganz so einfach zu erkennen sind und durch Unachtsamkeit zerstört werden könnten.

Über den Autor - Oliver

Ich komme ursprünglich aus Norddeutschland und bin vor einigen Jahren hier in unsere schöne Ferienregion an der Westküste ausgewandert. Ich bin viel für euch im Gebiet unterwegs und berichte spannende Neuigkeiten.

10 Antworten zu “Ein bisschen schaurig… Wahr oder falsch?”

  1. Alide sagt:

    Hej, eine lustige Geschichte!! Hilsen Alide

  2. Inken sagt:

    Hey,da bekommt man direkt Sehnsucht den Ort zu suchen. Schöne Geschichte, wie geht sie weiter….?????🤔

    • Oliver sagt:

      Hej Inken, vielen Dank 🙂 Die kleine unheimliche Halloweengeschichte war natürlich nur frei erfunden. Den Ort und die Grundrisse der Kirche und auch die Glocke gibt es tatsächlich, dort ist aber in Wirklichkeit gar nicht so unheimlich wie ich hier erzähle: Ich war zu Besuch bei der „Oksby Gamle Kirke“ in der Oksby Klitplantage, der alte Friedhof mit den Umrissen der Kirche befindet sich einige Kilometer vor Blåvand entfernt, unweit der Hauptstrasse. Falls ihr dort mal vorbei schaut, bleibt bitte auf dem Hauptweg, da sich viele Gräber auf dem Gelände befinden die nicht mehr ganz so leicht zu erkennen sind und versehentlich zerstört werden könnten. Ein nicht ganz so bekannter Ort mit spannender Geschichte. Liebe Grüsse, Oliver

  3. Petra sagt:

    Eine schaurig schöne Geschichte. Oder ist sie vielleicht doch wahr?

    • Oliver sagt:

      Hej Petra, dankeschön. Nur ein kleiner Teil ist wahr, der schaurige Teil war frei erfunden 😉 Die alte Kirche von Oksby in der Oksby Klitplantage ist einen Besuch wert (und keine Sorge, es ist gar nicht so gruselig dort wie es hier klingt) 😉 Liebe Grüsse, Oliver

  4. Kerstin sagt:

    Hei, mich würde interessieren wo genau die Bilder aufgenommen wurden.

    • Oliver sagt:

      Hej Kerstin, die Bilder wurden bei der Alten Kirche von Oksby (nahe Blåvand) aufgenommen. Nähere Infos findest du jetzt auch am Ende des Beitrags. LG Oliver

  5. Sandra Wilkening sagt:

    Da werde ich mich doch mal in 4 Wochen auf die Suche machen. Finde soetwas immer spannend

  6. Michael sagt:

    Ja, das ist tatsächlich ein besonderer Ort. Und ein Besuch ist wirklich zu empfehlen.

    Ebenfalls in Blåvand befindet sich auch „St. Ender“ bzw. „St. Enders Kapel“. Man findet den Flecken samt Stein und Hinweistafel östlich vom Campingplatz. Ebenfalls eine besondere, vielleicht etwas gruselige Geschichte.

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